chapter #1: MOODY MONDAY.

Der fröhlich erwartete erste Anreisetag entpuppt sich alsbald als Pest in Tüten. Der Vormittag im Büro ist – wie leider aktuell üblich – schon wenig erfreulich, aber kaum habe ich die Vorderachse auf die Bahn Richtung Norden gesetzt, muss ich beinahe unmittelbar feststellen: Alles vor Mittag war nur zum Üben.

Das Navi zeigt schon jetzt bis Düsseldorf einen Stau nach dem Anderen, die A3 ist angefüllt mit diesen nur allzu hinderlichen „Mittelspurschleichern“ und die Dienstfunke denkt überhaupt nicht daran, mich mal 2 Songs am Stück hören zu lassen ohne (im wahrsten Sinne des Wortes) dazwischen zu funken.

So zieht sich der Nachmittag ins Endlose – wobei die knapp 50km Baustelle zwischen Erlangen und Würzburg heute noch das kleinste Übel darstellt.

Als die Dämmerung einsetzt habe ich zwar Frankfurt immernoch nicht erreicht, dafür aber mal satte 5h nahezu ununterbrochen in Telefonkonferenzen verbracht. Das ist sogar für meine Verhältnisse, bzw. die Statuten meines Jobs, außergewöhnlich. Zeitgleich mit einem dezenten Schädelweh setzt leichter Nieselregen ein und trübt meine Stimmung ebenso wie das Sichtfeld. In meinem Kopf fängt die Kupplung an zu rutschen. Immernoch über 200km …. Ich hab keine Lust mehr. Aber Jammern hilft nicht.

Gegen 21 Uhr erreiche ich nach über 7h Fahrt endlich die Düsseldorfer Innenstadt und somit mein Ziel. Der obligatorische, abendliche Ankunfts-Plausch mit meiner Mama fällt heute kürzer aus als sonst, denn mir fallen die Augen quasi schon beim Reden zu.

Also geht es zügig ab in die Falle. Ich freue mich, nach der langen und wenig freudvollen Fahrt endlich die Gräten ausstrecken zu können. Durch das leicht gekippte Fenster schleichen sich die Geräusche der Stadt an mein Ohr. Das allgegenwärtige Verkehrsrauschen und die Gespräche der Passanten, die vom Rhein zurück in die Altstadt strömen sind hier oben kaum mehr als ein sonores Gemurmel und bilden eine durchaus willkommene und schlaftaugliche Geräuschkulisse. Ein kühler Lufthauch streicht mir ums Gesicht und ich ziehe das Plümo enger um meine Schultern. Herrlich…! Derlei umwoben lässt Meister Schlaf nicht lange auf sich warten.

#thisdaywasnotworthapic

#dierechtespuristlava

#straßenassfußvomgas

#straßetrockendraufdensocken

#manmussauchwissenwannschlussiss

#homecoming

#heimatistdawodasherzwehtut

Veröffentlicht von neckimessergabel

*underconstruction*

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