… Das scheint insbesondere für die Moneten zu gelten, die man an den zahllosen Spieltischen und Automaten jeder Form und Couleur hier in Vegas verzockt. Doch schön alles der Reihe nach – und nicht drängeln.

Nach der Gluthitze des Vormittags hat mein kurzes 5-Sterne-Schläfchen wirklich Wunder bewirkt und wir starten ausgeruht in den Abend. Der Strip empfängt uns erstmal mit dem teuersten Corona aller Zeiten – aber immerhin hat das Barpersonal Humor.

Es folgt ein ausgiebiger Abstecher ins „Venetian“. Nach wie vor ein absolutes Highlight mit seinem künstlichen Himmel und den ebenso künstlichen Kanälen samt Gondeln und Kutschern. Das Staunen ist groß – insbesondere über diese eine vorbeifahrende Gondel, die etwas Schlagseite hat, dank des einseitig arg übergewichtigen Passagiers.

Derlei beeindruckt macht sich auch bei uns ein kleiner Hunger breit und wir begeben uns ins Steakhouse. Ein paar Steaks, Folienkartoffeln, Salate, Bier und Fritten später spuckt uns das Etablissement kugelrund wieder auf den Strip. Ein schweres Fresskoma bereitet dem langen Tag ein Ende – denn alle wollen (oder rollen) nur noch in ihr Bett.

Der nächste Tag beginnt für mich gleich mit einem sehr netten Auftakt. Nach dem ersten Kaffee quittiert die Zimmerkarte Ihren Dienst und so bin ich gezwungen um nichtmal 07:00 die Farb- und Geräuschkulisse der Lobby zu durchqueren und am Counter vorzusprechen um eine neue Karte zu erbitten. Hinter dem Counter: 2 gut gelaunte Herren, einer etwas jünger – einer etwas älter. Letzterer augenscheinlich der Inhaber dieser Spielhölle mit Schlafgelegenheit. Ich nutze die gähnende Leere der frühen Stunde und frage nach der Funktionsweise der Automaten, an denen ich bisweilen den Münzeinwurf vermisst und nur einen Einzug für „Tickets“ gesehen habe. Der Ältere grinst verschmitzt und hält sich nicht lange mit Erklärungen auf, sondern bittet mich schlicht, Ihm zu folgen und sogleich bekomme ich eine Live-Demo.

Er schiebt eine 10 Dollar Note in den Schlitz für „Tickets“ – erklärt mir kurz diesen einen speziellen Automaten – und drückt dann auf „Cash Out“. Da spuckt der Automat eine Quittung aus – Gegenwert: 10 Dollar (wir haben ja nichts verspielt) – mit der man dann wieder einen anderen Automaten aufsucht, der einem den windigen Zettel in Sekundenschnelle in Bargeld umwandelt. Cooles Teil – Papier rein, Cash raus. Sowas hätte ich daheim auch gerne….

Ich bedanke mich herzlich für die Demo, doch mein Lehrer lässt mich nicht gehen ohne mir seine 10 Dollar mit dem Kommentar „Go have some fun and try“ in die Hand zu drücken und mir zuzuzwinkern. Ich bin ebenso überrascht wie erfreut. Und so ende ich um knapp 07:00 Morgens, immernoch mit meinem ersten Becher Kaffee in der Hand, am einarmigen Banditen wo meine 10 Dollar schneller verdampfen als ich „Piep“ sagen kann.

Am frühen Vormittag setze ich dann über in das wirklich mehr als brauchbare Hotel meiner Eltern. Wir haben beschlossen den Vormittag auf dem durchaus großzügigen und luxuriösen Pooldeck des „Trump Tower“ zu verbringen. Sensationell….!

Kurz nach Mittag haben jedoch die etwas unterdimensionierten Sonnenschirme dem brennenden Planeten nichts mehr entgegen zu setzen, und wir beschließen, das Feld zu räumen bevor noch einer von uns selbst im Schatten Brandblasen wirft.

Duschen. Umziehen. Ab zur „AREA 15“ – einem neuen und wirklich sehr schrill daherkommenden Erlebnisgelände. Wir haben uns „nur“ für das kostenlose Ticket zum reinen Durchlaufen (ohne Attraktionen) entschieden, aber selbst das ist mehr als ausreichend um alle zum Staunen zu bringen. Eine herrliche kleine Parallelwelt voller Kunst, Krempel und Kuriositäten – knallbunt eingefärbt in jeder Menge Neon und Schwarzlicht. Herrlich…!

Draußen neigt sich der Tag gaaaanz langsam Richtung Abend – und wir bewegn uns wieder Richtung Strip. Auf dem Programm steht nämlich noch…? Na was wohl… Zocken…!

Also ab ins Getümmel und ran an die einarmigen Banditen. Es stellt sich raus: Mama hat eindeutig das meiste Glück beim Drücken der heißen Knöpfe (die Hebel sind vielerorts nur noch nostalgische Deko) was ihr für den restlichen Abend den Codenamen „Goldfinger“ einbringt. Aber gegen die krummen Nieten, die Papa und ich dem Automaten am laufenden Band entlocken, kann auch der beste Goldfinger mit seinen kleinen aber konstanten Gewinnen nichts ausrichten – und so ist das Limit dann doch irgendwann erreicht und verzockt.

Der große Jackpot: Fehlanzeige.

Ein großer Spaß: Absolut.

Der Heimweg führt noch durch weitere Casinos und endet an den mehr als beeindruckenden Wasserspielen des Bellagio bevor wir uns verabschieden und in unsere Betten verschwinden.

What a remarkable day…!

#pooldeckdeluxe

#wasndasfürnminisonnenschirm

#area15

#neonisttrumpf

#banditenundrollercoaster

#goldfinger

#freude

#denganzentagbauklötzestaunen

Absolut #MEMORABLE

Veröffentlicht von neckimessergabel

*underconstruction*

Hinterlasse einen Kommentar