#READY.

Wie zum Teufel bin ich hier nur hineingeraten?

Wo soll man da anfangen?

Wie der ein oder andere von Euch sicher mitbekommen hat, schreibe ich gerne ab und an mal ein kleines Logbuch von meinen Reisen. Bislang nur „privat“ veröffentlicht – quasi im Kreise meiner digitalen Freunde auf Facebook und ein paar Hand voll Follower auf Instagram. Eigentlich … nix besonderes.

Aber es stellte sich raus: Ich hatte irgendwie immer sehr viel Freude am Schreiben – und ein paar von Euch hatten scheinbar sehr viel Freude am Lesen. Der Zuspruch war überraschend groß. Also schrieb ich weiter….

Die Reisen nahmen in Zahl und Umfang zu. Die Beiträge wurden entsprechend länger. Eigentlich dachte ich „Das liest kein Mensch mehr“ – aber da lag ich falsch. Es wurde gelesen. Und: Es wurde sogar noch nach mehr verlangt. Eure zahlreichen Nachrichten, Kommentare und schlicht Euer Support gingen runter wie ein dickes Kind auf ner Wippe. Also schrieb ich weiter – Und erreichte bald den Punkt, an dem die maximale Anzahl Zeichen auf Instagram nicht mehr ausreichte, die erlebten Geschichten in voller Länge breitzutreten. Somit konnte ich da schon bald nicht mehr anständig  posten, sondern nur noch verlinken. Blöd. Auf Facebook hingegen konnte ich weiterhin Texte in beliebiger Länge formulieren, jedoch herrscht dort wiederum Menschenschwund. Auch blöd. Zwei Plattformen. Beide suboptimal. Schnelle Lösung: Fehlanzeige, an die ich erstmal keinen weiteren Gedanken verschwendet habe.

Doch dann kam Else… *blickinfragendegesichter*

Ich bin sicher, jeder von Euch hat eine Else. „Else“ ist dieses beschissene kleine Stimmchen in meinem Kopf und von Zeit zu Zeit meine Begleitung. Frei nach dem Motto „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ erscheint Else mal im Singular, dann wieder im Plural und manchmal auch als mit sich selbst in Meinungsverschiedenheit stehende Personalunion. Else kann mitunter sehr unterhaltsam sein – kann einen aber auch in den Wahnsinn treiben.

Else hatte einen Plan. Wobei: Eigentlich war es am Anfang nicht einmal das, sondern kaum mehr als eine fixe Idee, unverhofft aufgepoppt ganz hinten unten links in meinem geschundenen Oberstübchen, sicher irgendwo zwischen einem zweiten und vierten Glas Wein. Ganz leise brabbelt und schwadroniert Else seitdem irgendwas von einem Blog – von mir zunächst geflissentlich ignoriert. Aber Else war mit Ignoranz ebenso wenig totzukriegen wie mit dem bei Seite schieben von gelegentlich einsetzenden Tagträumereien. Im Gegenteil: Angesichts dieser Prokrastination im fortgeschrittenen Stadium sah Else sich wohl gezwungen immer weiter und zunehmend lauter vor sich hinzumotzen und in den unmöglichsten momenten so semi-konstruktiv dazwischen zu keifen. Quasi das nicht enden wollende gedankliche Äquivalent eines ebenso unangenehm wie stetig stupsenden, spitzen Zeigefingers zwischen meinen Synapsen.

„Hör auf zu träumen und tu was“ / „Mach was neues“ / „Mach weiter“ / „TRAU DICH“

„Wenn ich mal groß bin“ war lange meine innere Standardantwort. Nun – was soll ich sagen: Ich bin etwa 171cm groß. Die Tatsache, dass es nachweislich einmal 172cm waren macht sehr deutlich, dass ich nicht nur schon so alt bin, dass ich bereits anfange zu schrumpfen, sondern das ich in diesem Leben kaum noch größer werde…. Meine einzige Ausrede also dahin.

Und so steh ich jetzt da. Vor der nächsten Reise. Voller Vorfreude und neugierig auf Erlebnisse und Erinnerungen. Hungrig auf den nächsten Roadtrip und das nächste Roadbook. Eigentlich alles wie immer – und doch alles anders, denn jetzt auf einmal mit dem Ergebnis eines Spontankaufs in Form einer eigenen Domain und der zarten Hoffnung, so etwas entfernt ähnliches wie einen Reise-Blog zu Stande zu bringen.

Kein Facebook.

Kein Instagram.

Keine Zeichenbegrenzung.

Keine maximale Bilder-Anzahl.

Und absolut keine Ahnung wie man sowas anfangen soll.  

In meinem Kopf: Absolute und völlige Ratlosigkeit in der Interaktion mit einer Website und deren Aufbau. Jedes Manual diesbezüglich mit mehr fachlich bezogenen Fremdwörtern gespickt als ein handelsüblicher tschechischer Nachname Konsonanten beinhaltet. Page / Host / Domain / Block / Phrase / …. HOLY SHIT! Da soll in dem Kontext mal einer schlau draus werden. Angesichts dieser kurzfristigen, totalen Überforderung hält sogar Else mal gepflegt den Rand. Mir wird also wenig anderes übrigbleiben als in den Autodidakten-Mode zu schalten. Für alle (hoffentlich nur) anfänglich auftretenden Irritationen bitte ich schon vorab mal dezent um Entschuldigung. Wundert Euch bitte nicht, falls die Website am Anfang häufig Ihr Aussehen ändert, Beiträge irgendwo im digitalen Nirvana verschwinden, um dann an anderer Stelle wieder aufzutauchen oder irgendwas einfach irgendwie … komisch aussieht.

Kurz: Am Start steht hier ein absoluter Blogging-Rookie mit Null Plan von Webseiten-Design-Struktur-Dingsda und mit nichts weiter im Gepäck als meiner Idee und Eurem Support. Aber meine Motivation reicht erstmal für 10 und ich bin mehr als gespannt, wo diese Reise einmal hingeht.

Ich hoffe, Ihr habt einfach n bisschen Bock Euch mitnehmen zu lassen. In diesem Sinne:

#HOLDMYBEER

Veröffentlicht von neckimessergabel

*underconstruction*

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Das freut uns wirklich sehr dass du diesen Gedanken, den du ja schon sehr lange mit durch die Gegend schleppt, in die Tat umgesetzt hast. Viel Erfolg und vor allem viele schöne Reisen von denen du uns dann hier berichtest wünschen Mama und Papa.

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